(hwr) – Auf Bezirksvorsteher Karl Sasserath (Bündnis 90/Die Grünen) ist kein Verlass. Zu diesem Schluss kommen die CDU-Mitglieder in der Bezirksvertretung Süd, nachdem sie festgestellt haben, dass es den Spielplatz an der Gracht nicht mehr gibt.
Um nichts gekümmert
„Erst im November vergangenen Jahres hatte die CDU in der Bezirksvertretung Süd beantragt, den Spielplatz wieder so herzurichten, dass Kinder dort auch spielen können“, sagt Joachim Roeske. Nur weil der Bezirksvorsteher zugesagt hat, zeitnah durch die Verwaltung vorstellen zu lassen, was dort gemacht werden könnte, erklärte sich die CDU-Fraktion damit einverstanden, ihren Antrag zurückzuziehen. Gekümmert hat sich der Bezirksvorsteher aber offensichtlich um nichts, denn der frühere Spielplatz wurde anschließend zunächst mit einem Bauzaun eingezäunt, und jetzt ist die Spielplatzfläche mit einer Asphaltdecke überzogen worden.
„Das nenne ich eine kinderfeindliche Politik“, sagt CDU-Bezirksvertreter Wolfgang Wolff, der auch Vorsitzender der CDU Rheydt-Mitte ist. „Für den Bezirksvorsteher und die ihn stützenden Ampel-Fraktionen haben Parkplätze wohl Vorrang vor Spielplätzen. Außerdem konterkarrieren sie das Projekt Soziale Stadt, in dessen Vorfeld festgestellt worden ist, dass es im Rheydter Zentrum an Grün und Spielflächen mangelt.“
Alternativstandort
Wolff erinnert daran, dass die CDU bei der Diskussion des Spielplatzbedarfsplans im Jahr 2009 zwar eine Schließung des Spielplatzes Gracht nicht grundsätzlich abgelehnt hat, jedoch immer einen Alternativstandort im unmittelbaren Umfeld gefordert hat. Dem Antrag, einen solchen Alternativstandort zu suchen, haben seinerzeit auch alle Fraktionen in der Bezirksvertretung zugestimmt. Wolff: „Passiert ist allerdings nichts.“
Wenn nun der Spielplatz Gracht ohne jede Beschlussgrundlage beseitigt werde, müssten sich Verwaltung und Bezirksvorsteher Kritik gefallen lassen. „Wir werden nicht locker lassen und in der nächsten Bezirksvertretungssitzung nachfragen, was da abgelaufen ist.“
